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Liebe Lesende,
in den vergangenen Tagen ist deutlich geworden, dass Europa handlungsfähiger wird. Beim EU-US-Turnberry-Abkommen treten die Zollpräferenzen nun in Kraft. Das ist kein Blankoscheck für die USA. Das Europäische Parlament hat ein Sicherheitsnetz durchgesetzt, damit die EU reagieren kann, falls die USA neue Zölle, Druck oder andere einseitige Maßnahmen ergreifen. Vertrauen ist gut, Schutzmechanismen sind besser.
Auch beim Stahl kommt der neue europäische Schutzschild gerade rechtzeitig. Der Schutzschild begrenzt zollfreie Importkontingente deutlich, schließt Schlupflöcher und erschwert Umgehungen über Drittstaaten, damit europäische und niedersächsische Standorte sowie gute Arbeit gesichert werden.
Und schließlich zeigt Europa gegenüber der Billigpaket-Flut aus Drittstaaten endlich Zähne. Die neue pauschale Zollabgabe auf Kleinsendungen ist ein wichtiger Zwischenschritt, bis die 150-Euro-Freigrenze am 1. Juli 2028 fällt. Wer in Europa Geschäfte macht, muss sich auch an europäische Regeln halten.
Herzlichst
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