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Liebe Lesende,
Europas Industrie steht an mehreren Stellen gleichzeitig unter Druck. Bei Volkswagen spitzt sich die Tarifauseinandersetzung zu, während der Konzern mitten im notwendigen industriellen Umbau steckt. Weitere Einschnitte bei den Beschäftigten allein werden die strukturellen Probleme nicht lösen. Entscheidend sind gute Produkte, Investitionen, Innovation und eine klare Perspektive für die Standorte.
Gleichzeitig geht es darum, neue technologische Entwicklungen nicht nur zu diskutieren, sondern auch in Europa auf die Straße zu bringen. Niedersachsen und das Saarland wollen mit einer Bundesratsinitiative den Übergang vom Testbetrieb zum Regelbetrieb beim autonomen Fahren beschleunigen. Das ist ein wichtiges Signal für ein Zukunftsfeld, bei dem Europa technologisch und industriell nicht den Anschluss verlieren darf.
Auch international wird das Umfeld schwieriger. Das jüngste Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping hat zwar für eine vorläufige Entspannung im Zollstreit gesorgt, viele grundsätzliche Konflikte bleiben aber bestehen. Gerade Europa hat im vergangenen Jahr erlebt, wie schnell es zwischen den USA und China unter Druck geraten kann – etwa durch Exportkontrollen und neue Handelsbeschränkungen. Deshalb müssen wir unsere eigenen Interessen konsequenter vertreten und gleichzeitig wirtschaftliche Abhängigkeiten breiter aufstellen.
Genau hier zeigt sich die andere Seite europäischer Handelspolitik: Mit den Philippinen hat die EU innerhalb eines Jahres bereits mit dem vierten Land Handelsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Das Abkommen ist für mich mehr als ein neuer Marktzugang. Es ist ein weiteres wichtiges Puzzleteil für engere Beziehungen zur gesamten ASEAN-Region und damit für ein breiteres Netz verlässlicher wirtschaftlicher und politischer Partner.
Herzlichst
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